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In Erlensee kann in den kommenden Monaten das nächste Großprojekt im Main-Kinzig-Kreis starten. Torsten Völker, Direktor Finanzen & Recht/​Prokurist der SPITZKE SE, und Horst Rauch, Leiter des Kompetenzzentrums Mitte, bekamen in Anwesenheit der Bürgermeister Günter Maibach (Bruchköbel) und Stefan Erb (Erlensee) von Landrat Thorsten Stolz die offizielle Baugenehmigung überreicht. Das Unternehmen mit Schwerpunkt Neubau und Instandsetzung von Bahnanlagen möchte hier einen neuen zentralen Standort aufbauen.

Geplant sind auf dem ehemaligen Fliegerhorst auf über 13.000 m² Fläche insgesamt 58 neue Büroarbeitsplätze sowie Lagerflächen und eine moderne Werkstatt für Gleisbaumaschinen und den Bereich Ausrüstung/Elektrotechnik. Im Zuge dieser Ansiedlung wird die vorhandene Gleistrasse neu ausgebaut und genutzt.

Bereits im Mai 2018 hatte das Unternehmen mit Sitz in Brandenburg den Kaufvertrag mit dem Zweckverband Entwicklung Fliegerhorst unterzeichnet. Im Anschluss wurden die Pläne konkretisiert und der Bauantrag vorbereitet. „Wir können hiermit ein starkes Unternehmen aus einem interessanten Aufgabengebiet im Main-Kinzig-Kreis ansiedeln. Das ist einmal mehr eine Bereicherung des Wirtschaftsstandortes Main-Kinzig und eine Stärkung der Kommunen Erlensee und Bruchköbel“, sagt Landrat Thorsten Stolz im Gespräch mit Torsten Völker und Horst Rauch.

Als bewährter Partner von Großprojekten im Schienenausbau verspricht sich das Unternehmen künftig auch Aufträge in der Rhein-Main-Region. „Für uns als Unternehmensgruppe ist der Bau unseres neuen Standortes eine wichtige Investition in die Zukunft. Wir schaffen damit für das Kompetenzzentrum Mitte modernste Arbeitsmöglichkeiten und die Voraussetzungen, um in der sich rasant entwickelnden Region auch auf lange Sicht erfolgreich sein zu können“, sagt Horst Rauch.

Auch die Bürgermeister Stefan Erb und Günter Maibach zeigten sich sehr zufrieden, dass nach langem Vorlauf dieses spannende Projekt nun in die Umsetzung geht. Insbesondere die geplante Reaktivierung des Gleisanschlusses erforderte im Vorfeld ausdauernde Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümerin. Hier konnte schließlich ein langfristiger Gestattungsvertrag abgeschlossen werden.

„Die Baugenehmigung ging deutlich schneller und liefert jetzt die Voraussetzungen für den Startschuss“, blickt Landrat Thorsten Stolz voraus. Er wünschte dem neuen Arbeitgeber in der Region „viel Erfolg und einen reibungslosen Start" und sicherte die konstruktive Begleitung des Vorhabens zu.  Quelle: PM Main-Kinzig-Kreis

 

 

Auf dem Bild (von rechts): Eine weitere Stärkung des Wirtschaftsstandortes Main-Kinzig: Die Firma Spitzke SE siedelt sich auf dem ehemaligen Fliegerhorst Erlensee/Bruchköbel an.  Bürgermeister Stefan Erb (Erlensee), Bürgermeister Günter Maibach (Bruchköbel), Landrat Thorsten Stolz (Main-Kinzig-Kreis), Torsten Völker und Horst Rauch bei der Übergabe der Baugenehmigung. Foto: Main-Kinzig-Kreis

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Neuer B-Plan verabschiedet – Dokumentationszentrum abgelehnt

Erlensee/Bruchköbel. Der Zweckverband Fliegerhorst hat einen neuen Bebauungsplan verabschiedet und macht damit den Weg frei, Gewerbe im Dreieck des Logistikparks anzusiedeln.

Hintergrund dieser Entscheidung: Die erlaubten Lärmobergrenzen im Dreieck waren ursprünglich zu niedrig angesetzt worden, um dort Gewerbe zu realisieren. Der neue Bebauungsplan eröffnet jetzt Vermarktungschancen für das 93 000 Quadratmeter große Areal. Die Firma „Retro Klassik GmbH“ wird die Flächen nun an Gewerbetreibende veräußern. „Retro Klassik GmbH“ hatte das Areal im Jahr 2014 für rund 5,8 Millionen Euro erworben. Dort sollte erst eine Oldtimerstadt entstehen, später war ein großes Reitsportzentrum angedacht. Von beiden Projekten nahm der Investor wieder Abstand. Zwei Drittel der Flächen seien bereits veräußert, so Projektmanager Michael Lemler. Nach seinen Angaben wird in dem Dreieck ein Hotel und eine Veranstaltungshalle entstehen.

Das Unternehmen „Hillwood“ aus den Vereinigten Staaten hat bereits ein großes Grundstück erworben. Die Firma will dort gewerbliche Hallen auf Vorrat bauen und vermieten.  Verhandlungen mit dem Erlenseer Busunternehmen Racktours, das auf dem Areal eine Fläche erwerben möchte, sind noch nicht abgeschlossen. Laut Michael Lemler wären damit fast alle Flächen in dem inneren Dreieck des Fliegerhorsts veräußert.  

Im Rahmen der Sitzung stellte auch der Aschaffenburger Immobilienentwickler Fäth seine Pläne zum Tower vor, der mittlerweile an einen Logistiker verkauft wurde. In Absprache mit dem Denkmalschutz ist eine Aufstockung im hinteren Bereich geplant, um das Gebäude als Bürogebäude nutzen zu können, ohne das Erscheinungsbild zu verändern. Um auf dem ungünstig geschnittenen Gelände eine Halle bauen zu können, wurde eine zusätzliche, angrenzende Fläche angekauft. Der Denkmalschutz sieht vor, dass vor dem Tower eine Blickachse offenbleiben muss, in der keine hohen Gebäude errichtet werden dürfen.

Der Antrag von Erlensees Bürgermeister Stefan Erb, dem Zweckverband die Dokumentation der Geschichte des Fliegerhorstes aufzutragen, wurde abgelehnt.  Dazu sollten Dokumente digitalisiert und in einem wissenschaftlichen Archiv zusammengefasst werden. Die Kosten hätten voraussichtlich 1,1 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre, betragen.

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