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Landebahn ins Grüne

Bundesforst ermöglicht Begehung des Geländes am Fliegerhorst in Erlensee 

Stefan Erb, Bürgermeister der Stadt Erlensee, freute sich am vergangenen Freitagnachmittag über die erste geführte Wanderung durch den ökologisch aufgewerteten Bereich des ehemaligen Fliegerhorsts in Langendiebach. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger nahmen an der ersten geführten Tour über das nicht öffentlich begehbare Gelände teil. 

„Wir bedanken uns zunächst ausdrücklich bei den Städten Erlensee und Bruchköbel für die gute Kooperation und die Bereitschaft, diese Flächen derzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen,“ so Matthias Pollmeier vom Bundesforstbetrieb Schwarzenborn der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und zuständig für den Funktionsbereich Naturschutz. Er entschuldigt sich gleichzeitig bei den Teilnehmern für diese Maßnahme. Mitgebracht hat er zur Verdeutlichung dieser Entscheidung eine große Luftaufnahme, die die zahlreichen Einschläge der Weltkriegsbomben entlang der Landebahn zeigt. „Bevor wir hier nicht einen sicheren Korridor geschaffen haben, möchten wir niemanden gefährden und raten keinem, sich hier frei zu bewegen,“ so Pollmeier. 

Frei herum laufen unweit der Besucher dagegen zahlreiche Galloway-Rinder durch die Wiesen, die erstaunt die Menschengruppe beäugen. Zusammen mit seinem Kollegen Harald Fuhrländer freut sich Matthias Pollmeier nach den einleitenden Informationen über die gut besuchte Führung. Stolz präsentiert er den Gästen die hinter den Kulissen stattfindende Arbeit auf diesen Flächen. Im Mittelpunkt stehe die Erhaltung von Flora, Fauna sowie die Sicherung des Bestands an Tierarten aber auch die Ansiedelung neuer Tiere wie die, der Galloway-Rinder. 

Die rund 150 Hektar rund um die ehemalige Landebahn am Fliegerhorst, erfahren die Teilnehmer, werden dabei nicht wahllos, sondern gezielt durch den Bundesforst entwickelt und der Natur überlassen. „Wir arbeiten daran, dass die Wiesen und der Pflanzenbestand sich ökologisch so weiter entwickeln können, wie sie das seit nunmehr 100 Jahren an vielen Stellen bereits tun konnten“, erklärt Pollmeier. „Das ist in der Tat eine besondere und seltene ökologische Situation, die wir hier vorfinden“, sagt er und zeigt dabei auf die Natur rund um die ehemalige Landebahn. 

Geplant ist es, laut Bundesforst, einen rund 12 Kilometer langen begeh- und befahrbaren Weg direkt über das Gelände zu schaffen. „Über den Weg können dann alle die Liegenschaft besuchen und dabei die Natur und die angesiedelten Tiere bewundern“, erklärt Pollmeier den derzeitigen Plan. 

Von den ehemaligen militärischen Gebäuden und Anlagen soll nur der Aussichtsturm im ehemaligen NATO-Gelände im südwestlichen Bereich erhalten werden. Dieser allerdings wird dann nicht mehr Feldstechern, sondern Fledermäusen vorbehalten sein. Alle anderen Bunkeranlagen rüstet der Forst ebenfalls für Fledermäuse um. 

Gestärkt und bewirtet vom Gastgeber „Zweckverband Fliegerhorst“ treten die Teilnehmer den Rückweg an. Nach der rund dreistündigen Tour schließen sich die Tore hinter den Besuchern. 

Weitere geführte Wanderungen über das ökologisch interessante und wertvolle Gelände sind ab dem Frühjahr 2019 geplant. Die Termine werden auf den Seiten des Zweckverbands www.gewerbepark-fliegerhorst.de/und der Städte Erlensee und Bruchköbel sowie auf Erlensee aktuell bekannt gegeben. 

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Spatenstich für neuen Radweg

Bequem mit dem Fahrrad zum Gewerbepark Fliegerhorst fahren und dabei die schöne Natur genießen: Der neue Radweg zwischen Bruchköbel und dem boomenden Gebiet wird das möglich machen. Am Donnerstag, 14. Juni, fand der offizielle Spatenstich statt, die Arbeiten selbst beginnen in der kommenden Woche. „Ich freue mich, dass die Bürger unter anderem das neue Interimsrathaus auf direktem Weg erreichen können“, erklärte Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach. Bisher ist dazu ein längerer Umweg entlang der Landesstraße L3268 nötig.

Der rund ein Kilometer lange Radweg wird an das bestehende Wegenetz im Bruchköbler Wald anschließen. Er wird am Gelände der Fischzucht Haas beginnen und von dort bis hinter das neue Interimsrathaus der Stadt Bruchköbel führen und so dieses und den gesamten Gewerbepark problemlos und schnell für Radfahrer erreichbar machen.

Der Radweg wird drei Meter breit und bequem befahrbar sein. Zwischen dem Endpunkt am Gewerbepark Fliegerhorst und dem Hebewerk wird der Weg außerdem beleuchtet, um den Nutzern Komfort und die Sicherheit zu bieten. Ein kurzes Teilstück führt über das Gelände des Bruchwiesenverbandes. Hier besteht der Radweg aus einer wassergebundenen Decke, also einer speziell gewalzten Oberfläche, die ebenfalls problemlos befahrbar ist. Ein besonderer Dank gilt deshalb dem Bruchwiesenverband, der seine Fläche für den Weg zur Verfügung gestellt hat.

Die nötigen Vorarbeiten für den Radweg sind bereits abgeschlossen. Der Boden wurde teilweise ausgetauscht und so eine Bodenverbesserung erreicht. Auch der Kampfmittelräumdienst hat seine Sondierungsarbeiten erfolgreich beendet. Die geplante Bauzeit beträgt zwei bis drei Monate. Geplant wird der rund 250 000 Euro teure Weg vom Zweckverband Gewerbepark Fliegerhorst, er führt über die Gemarkung Bruchköbel und Erlensee. Eine übersichtliche Beschilderung zwischen Start- und Endpunkt ist geplant.

Der neue Weg richtet sich an alle Angestellten, die auf dem Gewerbepark arbeiten, Besucher des Rathauses und Erholungssuchende. Neben dem Gewerbepark wird mit dem neuen Weg auch der Bärensee erstmals von Bruchköbel aus mit dem Rad direkt erreichbar sein. Der neue Abschnitt wird an die alte Panzerstraße

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